Kassel/ 22.09.2021. Die Stadt und der Landkreis Kassel wollen ihren Bürgerinnen und Bürgern auch über den 30. September 2021 hinaus niedrigschwellige Impfangebote gegen Covid-19 unterbreiten. Das gaben Oberbürgermeister Christian Geselle, Landrat Andreas Siebert und die Kasseler Gesundheitsdezernentin Ulrike Gote bekannt. Bekanntlich schließen spätestens zum Monatsende bundesweit die zentral eingerichteten Impfzentren - so auch in der Kasseler Aueparkhalle und am ehemaligen Flughafen Calden.

Impfangebote

"Unser Ziel ist es, Impfangebote für lokale Bevölkerungsgruppen bedarfsgerecht und niedrigschwellig anzubieten", sagt Kassels Oberbürgermeister zur Ausrichtung ab 1. Oktober. So werde die sehr gut frequentierte Impfeinrichtung im Kasseler City-Point am Königsplatz weiter bestehen bleiben und Menschen auch mit Wohnorten außerhalb Kassels gegen Corona impfen. 

Impfbus

Darüber hinaus wird der Impfbus weiter im Stadtgebiet verschiedene Orte und Veranstaltungen ansteuern, um möglichst viele Menschen zu erreichen. "Mit diesen Angeboten unmittelbar dort, wo viele Menschen sind, wollen wir die Impfquote weiter erhöhen", erklärt Geselle. 

Regelversorgung

Gesundheitsdezernentin Ulrike Gote sagte zum weiteren Vorgehen: "Die Regelversorgung wird ab 1. Oktober durch Arztpraxen und Betriebsärztinnen und -ärzte übernommen. Zugleich wird auch der Öffentliche Gesundheitsdienst stärker einbezogen. Die Hessische Impfstrategie zum Schutz der Bevölkerung vor dem Corona-Virus wird dann von diesen zwei stabilen Säulen Ärzteschaft und Öffentlicher Gesundheitsdienst getragen."

Mobile Teams

Als weiterer Schwerpunkt der Impfstrategie werden in Kassel mobile Teams eingesetzt, um Auffrischimpfungen in Alten- und Pflegeheimen sowie Behinderteneinrichtungen vorzunehmen.

"Auch im Landkreis Kassel werden die mobilen Impfteams bis Ende des Jahres die Auffrischungs-Impfungen in Senioren- und Pflegeeinrichtungen durchführen – wir gehen davon aus, dass dies allein rund 4.000 Drittimpfungen sein werden", informiert Landrat Andreas Siebert. Außerdem werde das Impfzentrum in Calden jeden Mittwoch von 15 bis 19 Uhr für Impfwillige geöffnet. Siebert: "Als Impfstoffe stehen uns BionTech/Pfizer, Moderna und Johnson&Johnson zur Verfügung." Außerdem werde es weiter mobile Angebote in den kreisangehörigen Kommunen geben: "Wir werden dorthin fahren, wo sowieso Menschen unterwegs sind – also nicht überrascht sein, wenn bei einer Sportveranstaltung oder einem Flohmarkt auch mobiles Impfen angeboten wird." Die Stadt Kassel stellt in Kooperation mit der KVG für mobile Impfaktionen im Landkreis Kassel einen Impfbus zur Verfügung. "Das macht uns sehr flexibel und hilft sicherlich die Impfquote weiter zu erhöhen", freut sich Siebert.

Kooperationen

Für die benötigte Logistik, das Ordern und Lagern der COVID-Impfstoffe, kooperiert die Stadt Kassel mit der Gesundheit Nordhessen Holding (GNH). "Mit den aus dem Impfzentrum Kassel gewonnenen Erfahrungen und dem weiteren Einsatz von bereits erfahrenem Personal sieht sich die Stadt in der Lage, diese Angebote im Sinne des Bevölkerungsschutzes und zur weiteren Steigerung der Impfquote erfolgreich durchführen zu können", sagt Oberbürgermeister Geselle abschließend. Alle vorgestellten Maßnahmen sind zunächst bis Jahresende geplant.

Hintergrund

Dem einstimmigen Beschluss der Gesundheitsministerkonferenz vom 28. Juni 2021 folgend ist eine Neuausrichtung der Nationalen Impfstrategie mit einer Schließung bzw. Reduzierung der Anzahl und Kapazität der Impfzentren und dem Übergang der Impfungen in die Regelstruktur vorgesehen.

Für das Impfzentrum Aueparkhalle in Kassel bedeutet dies, dass bis einschließlich 30. September dort noch Impfungen durchgeführt werden, danach jedoch der Standort nicht mehr zur Verfügung steht. Das bisherige Impfzentrum des Landkreises Kassel am ehemaligen Flughafen Calden wird als Einrichtung ab 1. Oktober jeden Mittwoch von 15 bis 19 Uhr geöffnet haben.