Futterpflanze für Wildbienen im Spätwinter: Das "Burghasunger Klosterschneeglöckchen"

Für mehr Biodiversität im Chattengau - Futterpflanze für Wildbienen im Spätwinter - „Burghasunger Klosterschneeglöckchen“ wieder angesiedelt - Zuchtpflanzen auch für Schauenburg erhältlich

Mitte März erhielt die Gemeinde Schauenburg Post aus der Niedensteiner Gärtnerei Härtl. Der Brief informierte über die Bemühungen der Familie Härtl, das „Schneeglöckchen vom Burghasunger Klosterberg“ zu erhalten und wieder am ursprünglichen Standort anzusiedeln.  Dort war es bis vor etwa 50 Jahren beheimatet, seit Mitte der 1970er Jahre bemüht man sich in Niedenstein um die Erhaltungszucht dieser einheimischen Schneeglöckchen-Varietät. Der wissenschaftliche Name ist Galanthus nivalis für „Gewöhnliches Schneeglöckchen“, also die heimische Wildart.

Bei der Erhaltung und Vermehrung der Art wurde in Niedenstein beobachtet, dass diese Schneeglöckchen die erste Futterpflanze für viele heimische Wildbienen nach dem Winter sind. Neben energiereichen Pollen produziert die Pflanze solange ständig Nektar nach, bis die Blüte befruchtet ist. Dadurch unterscheide sich diese Form deutlich von anderen Schneeglöckchen-Arten und sei darum mit Sicht auf die ökologische Bedeutung doppelt wertvoll – als erste Wildbienentrachtpflanze im Spätwinter mit sehr früher Blütezeit.

Weitere Informationen zur mehr als 700jährigen Geschichte der Pflanze, des Standortes, ihrem Verschwinden sowie den Bemühungen zur Erhaltung und Wiederansiedelung - siehe Dokument.