Feldwege erhalten, heißt Lebensräume erhalten

Feldwege erhalten, heißt Lebensräume erhalten

Breites Bündnis für Schutz und Erhalt der biologischen Vielfalt in der Landwirtschaft

„Wenn wir Insekten, Vögel und Kleintiere in Hessen schützen wollen, dann müssen wir ihnen Lebensräume geben. Intensiv landwirtschaftlich genutzte Flächen bieten diesen Tieren meist nicht genug Abwechslung oder Rückzugsräume. Doch genau diese Räume können meist ohne großen Aufwand geschaffen werden. Landwirte können Flächen neben und zwischen ihren Schlägen der Tierwelt überlassen und damit zum Artenschutz beitragen. Wir zeigen dafür konkrete Handlungsmöglichkeiten auf“, sagte Umweltministerin Priska Hinz heute in Wiesbaden.

Wegen des wirtschaftlichen Drucks auf die einzelnen Betriebe vergrößerten Landwirtinnen und Landwirte in den zurückliegenden 50 Jahren ihre Ackerfläche immer weiter. Wo früher noch Feldwege sowie nicht bewirtschaftete Streifen am Wegesrand waren, wird heute jeder Zentimeter für den Anbau von Ackerkulturen genutzt. Das geht zu Lasten der biologischen Vielfalt, denn blühende Wegränder und Graswege sind wichtige naturnahe Strukturen in der freien Landschaft. Sie sind Lebensräume für Insekten und andere Kleintiere, aber auch für Feldhasen und Vögel und dürfen nicht ohne Genehmigung der Naturschutzbehörden beseitigt werden.

Ein breites Bündnis von Landwirten, Jägern und Naturschützern weist gemeinsam mit dem Umweltministerium auf die große Bedeutung dieser Wegraine als Lebensräume hin und hat praktische Tipps erarbeitet, wie man diese wichtigen Biotope erhalten, aufwerten und weiterentwickeln kann. Diese wurden in einer gemeinsam herausgebrachten Broschüre zusammengefasst. Dem Bündnis gehören der Hessische Bauernverband, die Vereinigung ökologischer Landbau in Hessen, der Landesjagdverband, der Ökologische Jagdverein Hessen, die hessischen Naturschutzverbände NABU, BUND und HGON, die Hessische Landgesellschaft und das Umweltministerium an. In dieser breit angelegten Allianz liegt eine besondere Bedeutung, denn sie umfasst alle relevanten Akteure aus und für den ländlichen Raum in Hessen. „Nur gemeinsam können wir die Herausforderung meistern, unsere Natur zu schützen, denn wir alle profitieren von ihr in verschiedener Weise. Wenn unterschiedliche Einrichtungen und Gruppen mit häufig unterschiedlichen Meinungen eine gemeinsame Perspektive entwickeln, dann ist dies ein starkes und positives Zeichen, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Daher geht mein ausdrücklicher Dank an alle Beteiligten“, bekräftigte Ministerin Hinz.

Die Infobroschüre über die Maßnahmen zum Erhalt der Wegraine finden Sie auf der Seite des Umweltministeriums: https://umwelt.hessen.de/umwelt-natur/naturschutz/arten-biotopschutz/natuerliche-vielfalt-biodiversitaet

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